Atemschutzmaske (respiratory mask)

[for all my non-German speaking readers: Please scroll down to the bottom. You’ll find the pattern and the instructions right there.]

Dieser Blog beginnt ernst – mindestens so ernst, wie wenn man zwar unter einer Atemschutzmaske lächelt, das aber nicht sehen kann:

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In dieser Coronazeit gibt es zu wenig Atemschutzmasken, gleichzeitig die ständige Diskussion: Braucht man eine Atemschutzmaske, um sich vor Viren zu schützen? Wirkt sie überhaupt? Oder wird es dadurch noch schlimmer?

Nun, ich bin keine Expertin. Aber ich bin Pollenallergikerin. Deshalb kaufte ich mir letztes Jahr eine waschbare Maske und trug sie oft. Und ja, Pollen hält so eine Maske schon ganz gut fern. Warum bin ich optimistisch, dass sie auch ein guter Schutz gegen Viren sein kann?

Das Schnittmuster sieht drei Lagen (!) Stoff vor. Dazu kann man einen austauschbaren PM 2.5. Filter zusätzlich einlegen. Es ist also schon einmal eine physikalische Barriere. Viren übertragen sich ja hauptsächlich über 2 Wege:

  1. Tröpfcheninfektion
  2. Kontaktinfektion

Ein Tröpfchen kann sich auf der Maske absetzen, das Tröpfchen an sich kommt aber nicht durch. Das ist schon mal eine Verbesserung gegenüber dem “nackten” Gesicht. Kontaktinfektion passiert vor allem dadurch, dass man sich ins Gesicht fasst. So einfach kommt man mit der Maske an den Mund-Nasen-Bereich schon einmal nicht mehr heran.

Es bleibt wohl immer noch die Gefahr, dass Viren von außen nach innen eindringen – ein paar Viren scheitern vielleicht nicht an der Barriere. Drei Dinge kannnst du tun, um dieses Risiko zu senken:

  1. Fass’ die Maske nur mit sauberen Pfoten an. Deshalb: Desinfiziere oder wasche dein Hände, bevor du die Maske in die Hand nimmst.
  2. Habe immer eine saubere, verschließbare Plastiktüte dabei. Ein Gefrierbeutel mit Zipverschluss eignet sich gut.
  3. Falls du einen PM 2.5. Filter einsetzt: Wechsle ihn häufig.
  4. Wasche deine Maske regelmäßig!

Und ganz zuletzt: Selbst wenn der Eigenschutz doch geringer ist, als ich hoffe, schützst du dadurch garantiert deine Umwelt – gerade die Verkäuferin an der Supermarkt-Kasse!!

Mein Fazit: Politik und Medien raten eher vom Kauf von vor allem Einwegmasken ab. Sie haben deshalb Recht, da das Personal im Gesundheitswesen diese jetzt einfach braucht. Trotzdem lasse ich mir nicht einfach so verkaufen, dass eine Maske per se kein adäquater Schutz wäre.

Leider ist die Maske, die ich mir letztes Jahr gekauft habe, für mein Gesicht leicht zu klein. Ich nehme an, dass sie eigentlich für den asiatischen Raum produziert wurde und bilde mir ein, dass ich einen wesentlich größeren Kopf und damit auch ein breiteres Gesichtsfeld habe als die meisten Asiaten.

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Trotzdem wollte ich genau diese Art von Maske nähen: Durch die Unterteilung zwischen Kinn- und Gesichtspartie ist sie wesentlich angenehmer zu tragen als einteilige Masken. Den Abnäher für die Nase kannst du individuell anpassen. Die Nasenpartie ist zusätzlich mit Draht verstärkt. Und man kann zusätzlich einen PM 2.5. Filter einlegen. Sie ist dadurch nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer als das “herkömmliche” Schnittmuster. Und zuletzt sieht sie für eine Gesichtsmaske nicht einmal so schlecht aus.

Deshalb habe ich für mich die Maske “seziert”, das Schnittmuster abgenommen und vergrößert. Und für euch habe ich eine Anleitung mit Schnittmuster in mehreren Größen erstellt. Ich stelle ihn euch kostenlos zur Verfügung. Wir sollten alle dazu beitragen, das Virus zu bekämpfen, und das hier ist mein persönlicher Beitrag.

Lange Rede, kurzer Sinn: Du willst es ausprobieren? – Dann an die Arbeit!

Anleitung – deutsch: Atemschutzmaske-Anleitung_DE

Schnittmuster – deutsch: Atemschutzmaske-Pattern_DE

Instructions – English: RespiratoryMask-Instructions_EN

Sewing Pattern – English: RespiratoryMask-Pattern_EN

Und: Hinterlasse mir auf jeden Fall einen Kommentar, wenn du Fragen hast. Teile deine Erfahrungen, wenn du die Maske nachgebastelt hast. Ich freue mich jetzt schon sehr auf dein Feedback!!

 

 

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